Förderung vor Schulbeginn

Die Diagnostik bei der Schulanmeldung erfolgt durch einheitliches, von den Vohwinkeler Grundschulen gemeinsam entwickeltes Anmeldeverfahren. Alle Bereiche des Schulfähigkeitsprofils werden durch das Verfahren überprüft.

 

Die Anmeldung erfolgt an vom Schulträger festgelegten Tagen. Die Lehrerinnen der vierten Klassen führen das Verfahren mit den Kindern in Kleingruppen mit bis zu vier Kindern durch. Die Eltern werden bei Bedarf in einem anschließenden Gespräch über das Ergebnis informiert und über Fördermöglichkeiten des Kindes bis zum Schulbeginn beraten.

 

Kinder mit Deutsch als Zweitsprache, die nicht am Delfin-Verfahren des Kindergartens teilgenommen haben und somit auch keine Sprachförderung im Kindergarten hatten, werden zusätzlich mit Delfin 5 getestet. Das Ergebnis wird dem Schulamt mitgeteilt, damit vor Schulbeginn eine Sprachförderung stattfinden kann. Weiterhin wird das Verfahren von uns auch bei anderen Kindern eingesetzt, deren Entwicklung in der deutschen Sprache wir genauer ermitteln möchten.

 

Zur Unterstützung der Förderung vor Schulbeginn werden nach Bedarf auch Gespräche der Schulleitung mit dem Kindergarten und Eltern geführt.

Im Frühjahr findet für die künftigen Schulneulinge ein Kennenlerntag statt. Die Kinder verbleiben für einen Vormittag an der Schule und werden von allen Lehrerinnen in kleinen Gruppen beobachtet. Die Beobachtungsbereiche orientieren sich am Schulfähigkeitsprofil.

Während eine Lehrerin das Spiel durchführt, dokumentiert eine zweite Lehrerin die Beobachtung in einem Bogen. Die Auswertung erfolgt im Kollegium. Das Ergebnis des Kennenlerntages dient der Klassenbildung, um die Heterogenität der Lerngruppen zu gewährleisten. Weiterhin können Entwicklungsfortschritte oder Auffälligkeiten über einen längeren Zeitraum beobachtet und die Eltern beraten werden.

 

Förderung in der Schuleingangsphase

Zu Beginn des ersten Schuljahres nach den Sommerferien wird in einem schuleigenen Diagnoseverfahren die Lernausgangslage der Kinder erfasst. Beobachtet werden Kompetenzen in den Bereichen Mathematik und Sprache, im Arbeits- und Sozialverhalten sowie in Wahrnehmung und Motorik.

Für die besondere Förderung basaler Kompetenzen stehen im ersten Halbjahr jeder ersten Klasse zwei Stunden zur Verfügung.

 

 

Diagnostik

Zu Beginn jedes Schuljahres erfolgt (abgesehen von der Schuleingangsdiagnostik) in den Klassen 2-4 eine Diagnostik zur Erfassung der Lernausgangslage.

 

 

Dokumentation der Lernentwicklung

Förderziele und -maßnahmen werden pro Kind durch individuelle Beobachtungsnotizen dokumentiert. Die Fördermaßnahmen werden jeweils nach ca. 3 Monaten evaluiert. Dazu nutzen wir Lernstandsüberprüfungen, sonstige mündliche oder schriftliche Lernergebnisse sowie gegebenenfalls Kindersprechstunden.

 

Für jedes Kind wird ein Entwicklungsportfolio geführt. Dies wird in jeder Klasse in einem dafür vorgesehenen Ordner gesammelt. Das Entwicklungsportfolio ist jederzeit von anderen Lehrerinnen einsehbar, um im Vertretungsfall oder bei Lehrerwechsel die Kontinuität der Förderung zu gewährleisten. Das Entwicklungsportfolio enthält eine Übersichtstabelle mit den Förderschwerpunkten der Schülerinnen und Schüler einer Klasse, die Selbsteinschätzungsbögen und die Förderpläne.

 

Ab dem Schuljahr 2014/15 wird einmal monatlich an Stelle der Lehrerkonferenz die kooperative Förderplanung durchgeführt. Im Team werden Fälle besprochen, Förderschwerpunkte für einzelne Kinder festgelegt und Maßnahmen gemeinsam geplant.

 

Organisation der Förderung

Die individuelle Förderung an unserer Schule erfolgt in folgenden äußeren Organisationsformen:

In individuellen Lernplänen erhalten die Kinder Förder- und Forderaufgaben. Diese werden je nach Lerntempo des einzelnen Kindes individuell aktualisiert. Lernpläne werden in der Binnendifferenzierung und in der äußeren Differenzierung eingesetzt.

Förderung außerhalb des Unterrichts erfolgt durch differenzierte Hausaufgaben-Wochenpläne.

Der freie Lernort befindet sich im Medienraum. In Büchern und an mehreren Computern können die Kinder in Förderstunden dreimal in der Woche an Lernaufgaben arbeiten oder den freien Lernort zur Recherche von frei gewählten Themen nutzen. Die Betreuung erfolgt durch Eltern.

 

Senior-Experten

Eine individuelle Förderung einzelner Schülerinnen und Schüler durch einen gut ausgebildeten Senioren stellt eine ideale Fördermöglichkeit für einzelne Schülerinnen und Schüler dar. Ziel des Einsatzes der Senior-Experten ist es, mit einzelnen Schülerinnen und Schülern Defizite aufzuarbeiten, indem Unterrichtsinhalte noch einmal vertiefend bearbeitet und geübt werden. So gewinnen die Schülerinnen und Schüler mehr persönliche Sicherheit und behalten leichter den notwendigen Anschluss an das allgemeine Leistungsniveau der Klasse. Zur Zeit begleiten zwei Senior-Experten Kinder während des Unterrichtsvormittages. Im Ganztag am Nachmittag sind derzeit drei Senior-Experten zur Leseförderung, für einen „Kulturführerschein“ und als Leiter einer Werk-AG eingesetzt.

 

Lehrerförderstunden im Ganztag

Für den Ganztag erhält unsere Schule 18 Lehrerstunden. Laut Beschluss der Lehrerkonferenz werden diese Stunden gezielt zur individuellen Förderung eingesetzt. Nach der Diagnostik benennen die Klassenlehrerinnen Förderschwerpunkte, die den Lehrerinnen im Ganztag zugeteilt werden.

Ab dem Schuljahr 2014/15 erhält jede Klasse eine Hausaufgabenstunde, in der die Klassenlehrerin Schüler ihrer Klasse individuell fördern kann. Die damit gewonnene Entlastung der Hausaufgabenkräfte des Ganztags kann für die Verzahnung von Schule und Ganztag im Vormittagsbereich genutzt werden.

6 Stunden der Lehrerstunden werden für Angebote genutzt, um besondere Begabungen zu fördern oder neue Kompetenzen zu vermitteln. So gibt es derzeit eine Flöten-AG, eine Orchester-AG, Yoga, einen PC-Kurs, Schülerzeitung sowie eine AG zum Methodentraining.